| Begründungen für die Vergabe des ersten Kunstpreises östliches Sauerland. | ||
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Für die ungewöhnliche Nutzung des Mediums der analogen Fotografie erhält Ulrike Harbach den Kunstpreis östliches Sauerland. Ulrike Harbach plaziert ihre Fotografien je nach Themenstellung auf unterschiedlichen Untergründen, bzw. Bildträgern. Für den Anlass am Rothaarsteig und die Problemstellung Natur zwischen Chaos und Ordnung bearbeitete sie Metallplatten in einem aufwändigen, fotochemischen Prozess. Dadurch entstehender Rost bewirkt chaotische Strukturbildungen auf der Oberfläche. Hineinplatziert auf geweißtem Grund Fotografien: Detailaufnahmen aus den Wäldern und Wiesen der Umgebung, Formen und Strukturen des natürlichen Wachstums (Jahresringe eines Baumes, Blätter und Blüten, gerollter, junger Farn …). Auf diese Weise stellt Ulrike Harbach die Verbindung von Werden und Vergehen, von Natur und Künstlichkeit her. Eine eindrucksvolle Neuinterpretation des Mediums Fotografie im Wechselspiel mit der besonderen Materialität des Bildträgers. Sarah Schiffer, Scherenschnitt: ...homepage Die Jury hat sich für Sarah Schiffer als Preisträgerin entschieden, wegen ihrer kreativen Formerfindung im Scherenschnitt als einem Medium, welches kaum Korrekturen und ein sicheres Gefühl für Gestaltung verlangt. Ausdrucksstarke und originelle Figurationen sind sicher aus dem (Kunst)-Stoff geschnitten. Sarah Schiffer erzählt damit Geschichten, Bildergeschichten. Sie beherrscht sicher das große Format, welches in einer ausgewogenen, dynamischen Komposition gestaltet ist. Ästhetisch erinnern die Formen und deren räumliche Anlage auf der länglichen Kunststoffbahn an Höhlenzeichnungen, zugleich aber auch an spontane Figurationen z.B. des Graffiti. Thematisiert werden in Form einer Bildergeschichte Aspekte von Werden und Vergehen in der Natur, konzentriert auf das Themengebiet Tierzucht und Ernährung.
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Jury zur Verleihung des Kunstpreises |
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